Tee
Die Anwendung und der Genuss von Tee ist auf eine Jahrtausend lange Tradition zurück zu führen. Bekannt wurde Tee in Europa aber erst Anfang des 17. Jahrhunderts als er
von China aus auf unseren Kontinent gebracht wurde.
Die bekanntesten Tee-Anbaugebiete sind:
Darjeeling, Assam, Ceylon, Kenia, Japan, China, Iran und Georgien.
Ein großer Einfluß auf die Qualität und Quantität des Tees hat das Klima, aber auch der Boden und seine Bearbeitung.
Im Norden Indiens werden wertvolle Tees geerntet. Hier sind die berühmten Anbaugebiete zu finden, der Darjeeling mit seinem sehr eleganten Tee und nord-östlich das Assam-Gebiet.
Der Assam-Tee ist deutlich kräftiger, farbintensiver und aromatischer als der Darjeeling-Tee.
Die Ernte wird in zwei Phasen durchgeführt, etwa im März und im Juni.
First flush, die erste Ernte, hier entsteht ein sehr aromatischer Tee der aber im Geschmack sehr leicht ist.
Second flush, die zweite Ernte, der Tee ist kräftig, sowohl im Aroma, als auch im Geschmack.
In Süd-Indien, auf der Insel Ceylon als auch in Indonesien wird das ganze Jahr geerntet. In diesen südlichen Gebieten ist die Qualität sehr unterschiedlich. In Kenia gibt es
nur geringe Klimaveränderungen, Schwankungen in der Qualität und Menge sind daher hauptsächlich durch den Boden und die Bearbeitung bewirkt. In China, Japan und Formosa
(Taiwan) wird zweimal geerntet.
Die Herstellung von Tee ist mit vielerlei Prozessen verbunden.
Das Welken, die Blätter werden auf einem Netz ausgebreitet und mittels Ventilatoren getrocknet. Der Vorgag ist mit einem Feuchtigkeitsentzug verbunden. Im weiteren
Verlauf werden die Tee-Blätter gerollt um ein zerstören der Blattzellen zu erreichen was eine Fermentation bewirken soll. Nach dem Rollen werden die Blätter
in den Fermentationsraum gebracht. Dieser Fermentations-Prozess wird sorgfältig kontrolliert, weil der Gärungsprozess einen großen Einfluß auf
die Qualität des Tee hat. So bald der richtige Zeitpunkt der Fermentation erreicht ist wird das Teeblatt in speziellen Räumen getrocknet und danach nach der
Größe sortiert. Im Unterschied zu schwarzem Tee wird der grüne Tee bereits vor dem Rollen mit Dampf behandelt wodurch der natürliche
Prozess, die Fermantation, verhindert werden soll. Dem Teeblatt bleiben seine grüne Farbe und seine Bitterstoffe erhalten.
Es existieren drei Sorten von Tee, schwarzer Tee, grüner Tee und Oolong-Tee.
Letzterer wird in China und in Japan hergestellt, es handelt sich um einen halb-fermentierten Tee.
Tee enthält wervolle Spurenelemente wie Kalium, Mangan und ein großer Anteil an Fluor. Das im Tee enthaltene Koffein heißt fachlich Teein und wirkt sehr anregend.
Teein beinflisst das Nervensystem und steigert somit die Konzentration.
Ein im Tee enthaltener Gerbstoffanteil wirkt dagegen beruhigend.
Sehr wichtig ist auch die Zubereitung von Tee, die Wassertemperatur bei schwarzem Tee sollte sich bei 95°C bewegen, bei grünem Tee empfiehlt sich eine Temperatur von 70°C. Auch
die Wasserhärte hat Einfluß auf den Geschmack, geeignet ist Wasser bis zu einem Härtegrad von 7. Der Tee sollte zwischen 2 und 8 Minuten ziehen, entscheidend dabei ist die
Blattgröße und natürlich die bevorzugte Teestärke von jedem einzelnen.
Tipps: Je nach Art des Tees empfieht sich auch die Anwendung von Kandiszucker, zu schwarzem Tee eignet sich brauner Kandiszucker mit einer kleinen Menge frischer Sahne. Zu grünem tee
passt weißer Kandiszucker besser. Zitrone eignet sich zu wertvollen Tees weniger, sie würde den Geschmack und das Aroma verändern.
Oft werden auch andere ähnlich zubereitete Aufgüsse als Tee bezeichnet, was aber nicht richtig ist. Nur aus der Tee-Pflanze stammende Getränke werden als tee bezeichnet, bei
anderen Arten von Heißgetränken handelt es sich um Aufgüsse aus Kräutern und Früchten.
Weitere Interessante Informationen über Tee finden Sie hier: Tee
Weiter mit:
Wein Speisen & Wein Kaffee Tee
|
|
|